Projektbeispiele

SIFE Team Köln

Mobile Mania

Mobile Mania ist ein Kurzfilm über ein junges Mädchen, was eines Tages eine Handyrechnung bekommt, die sie nicht bezahlen kann. Die suche nach einem Ausweg geht los.
In dem Projekt haben 12 Schüler eines Kölner Gymnasiums einen eigenen Kurzfilm zum Thema „Schuldenfalle Handy“ entwickelt und professionell verfilmt. Zunächst lernten die Schüler in einem Workshop in Zusammenarbeit des SIFE Team Universität zu Köln und dem „Amt für Diakonie“, wie das Handy schnell zu einer Schuldenfalle werden kann. Basierend auf dem neu erworbenen Wissen schrieben sie dann mit Unterstützung von Tatort-Drehbuchautor Marco Wiersch ein eigenes Skript.
In den zwei darauf folgenden Tagen ging alles ganz schnell. Mit professionellem Equipment wurde der Stoff nach der Schule auf Band festgehalten. Durch die aktive Einbindung in das Filmprojekt mussten die Schüler sich intensiv mit der Schuldenthematik auseinandersetzen und es konnte daher ein nachhaltiger Lerneffekt erreicht werden.
Die Schüler haben ihren Film deutschlandweit an Schulen und mit Organisationen wie dem „Amt für Diakonie“ vermarktet. So können die Teenager über das erlernte Wissen hinaus von dem Projekt profitieren. Mittlerweile findet der Vertrieb durch das SIFE Team statt. Die Erlöse fließen natürlich nur in gemeinnützige Projekte.

SIFE Team Münster

SimEconomy

Die Bedeutung der Wirtschaft steigt, aber dennoch kommt dem Wirtschaftsunterricht in Schulen nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Wirtschaftliche Zusammenhänge füllen nicht nur unseren Alltag aus, sondern sind auch fester Bestandteil fast aller Berufsausbildungen. Auch deshalb ist es beunruhigend, dass viele Jugendliche sich während der Schulzeit kaum oder gar nicht mit der Wirtschaft beschäftigen.
Das Planspiel SimEconomy soll Abhilfe schaffen. Durch spielerisches Lernen erlangen Schüler erste Einblicke in ökonomische Zusammenhänge. Diese Form des Unterrichts fördert nicht nur die Motivation, sondern ermöglicht auch ein schnelles und effektives Lernen.

Während des Planspiels schlüpfen die Schüler in verschiedene Rollen. Wirtschaftliches Denken und Handeln sind Voraussetzung für Erfolg im Spiel. Die Schüler werden mit alltäglichen Problemen, die Produktion, Verhandlungen und Wettbewerb betreffen, konfrontiert und müssen individuell Lösungen für auftretende Probleme finden. SimEconomy wurde von dem SIFE Team der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelt und mehrfach an Schulen erfolgreich getestet. Das Spiel kann somit als Ausgangspunkt einer Unterrichtsreihe zum Thema Wirtschaft dabei helfen, oftmals abstrakten Begriffen ein greifbares Gesicht zu verleihen, und so zum Verständnis beitragen. Alternativ kann es zum Abschluss einer solchen Reihe zur Festigung der erlernten Inhalte eingesetzt werden.

SIFE Team Magdeburg

Um aus der Arbeitslosigkeit zu kommen gründete Ralf Melcher eine Verleihfirma für audiovisuelles Medien-Equipment. Leider blieb der gewünschte Erfolg aus.
Das SIFE Team der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg half Ralf Melcher sein Unternehmen profitabel zu machen, so dass er sich heute mit Melcher Medientechnik selbst finanzieren kann und unter anderem seinen Umsatz um 6.635€ erhöhen konnte.

SIFE Team Mannheim

Wertarbeit

Hinter dem Namen "Wertarbeit" verbirgt sich die Idee der Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten, Baumärkten und einem Logistikpartner bzw. Rohstofflieferanten.
SIFE Mannheim ist zuständig für die Organisation, die Aufnahme und Etablierung von Beziehungen zwischen den Partnern untereinander, die Generierung von Produktideen und das Marketing der Behindertenwerkstätten.

Ziel des Projekts ist es Behindertenwerkstätten eine zusätzliche Absatzmöglichkeit durch, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, neu entwickelte Produktideen zu ermöglichen.
Hierbei spielt die Zusammenarbeit mit den Baumärkten und dem Logistikpartnern eine wichtige Rolle.
Die Projektkonzeption sieht vor für die Behindertenwerkstätten neue Produkte zu gestalten und ihnen, in Kooperation mit den Baumärkten, von Anfang an einen sicheren Absatz der Produkte zu ermöglichen. Die Auswahl geeigneter Rohstofflieferanten und Logistikpartner ist ebenso Inhalt des Projekts.

Die Vorteile für die Beteiligten sind klar ersichtlich:
Die Behindertenwerkstätten profitieren von externem Know - How und erlangen durch Produktdiversifizierung und sichere Absatzmöglichkeiten einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die Baumärkte profitieren von den im Einkauf günstigen Produkten. SIFE Mannheim versteht sich hierbei als Initiator langfristiger Beziehungen zwischen den Beteiligten.

SIFE Team Mannheim

Regio Label

„Globale Probleme regional lösen“, haben sich Mannheimer SIFE-Studierenden zum Ziel gesetzt. Die Idee: Regionale Produkte fördern und damit den durch Transport verursachten CO2-Ausstoß reduzieren. Gemeinsam mit lokalen Partnern arbeiten sie nun an einer Vermarktungsstrategie regionaler Produkte und bringen bereits eine „Regio-Kiste“ der besonderen Art auf den Markt.

Die Hälfte aller in Deutschland konsumierten Äpfel kommt aus dem Ausland. Dabei verursacht ein aus Spanien importierter Apfel viermal mehr CO2-Ausstoß beim Transport als ein deutscher Apfel. Mannheimer Studierenden nahmen sich diesem Problem Anfang des Jahres an. Zunächst befragten sie Bürger und Kommilitonen zu ihrem Konsumverhalten. Das Ergebnis: die Befragten würden lokal angebaute Güter bevorzugen, es fehlt jedoch an Informationen zur Identifizierung solcher Produkte. Aus dieser Umfrage erstand die Idee, Produkte der Region besonders zu kennzeichnen – in etwa so, wie Südtirol das bereits äußerst erfolgreich umsetzt. Dadurch gewinnen nicht nur die Konsumenten, vor allem die regionale Wirtschaft kann zusätzlich belebt werden. Und nicht zuletzt profitiert die Umwelt, wenn Produkte zunehmend dort konsumiert werden, wo sie produziert wurden. Derzeit erarbeiten die Studierenden die konkrete Umsetzung des Labels und haben bis zur Markteinführung noch alle Hände voll zu tun. Aus dieser Regio-Idee entstand bereits ein neues Projekt: die Rhein-Neckar-Kiste – eine Geschenkbox mit regionalen Spezialitäten. Dieses neue Geschenk vereint lokale Besonderheiten wie z.B. Pfälzer Wein und Heidelberger Pralinen und repräsentiert so die Vielseitigkeit der Metropolregion Rhein- Neckar. Das Besondere daran: für die Herstellung der Holzkiste kooperieren die Studierenden mit den Diakonie-Werkstätten. Sechs Mitarbeiter mit geistiger Behinderung stellen dort die Holzkisten her, die anschließend mit den regionalen Produkten bestückt werden. Die ersten 100 Rhein-Neckar-Kisten wurden bereits verkauft und erfreuen private Feinschmecker wie auch Geschäftskunden regionaler Unternehmen.

SIFE Team Passau

Punto Por Punto

7 von 10 Frauen in Mexiko erfahren häusliche Gewalt. Durch die finanzielle Abhängigkeit sowie das niedrige Level an schulischer Bildung sind die Frauen an ihre Ehemänner gebunden und können dem durch Gewalt geprägten Alltag nicht entfliehen.

Patty Hundere lebt in Kanada und ist Modedesignerin. Ihre Kollektionen stoßen auf große Beliebtheit. Ihrem Erfolg stehen jedoch grundlegende Unternehmerische Fähigkeiten und das fehlen eines Produktions- und Verkaufsnetzwerks im Weg.

(2 Geschichten ? eine Zukunft)

Das SIFE Team der Universität Passau hat 30 Frauen in Mexiko durch eine Nähausbildung und Produktion von Pullovern in die Lage versetzt selbständig für ihre Familien sorgen zu können.

Patty Hundere erhielt durch das Projekt die Chance ihre Kollektionen von den Frauen produzieren zu lassen und erhielt dank des SIFE Teams ein Produktions- und Verkaufsnetzwerk.

SIFE Team Bielefeld

Re-Think

Noch immer basiert die industrielle Produktion auf dem System, der Erschließung, Produktion und des Wegwerfens – auch als „von der Wiege zur Bahre" bekannt. Obwohl heute klar ist, dass natürli-che Ressourcen endlich sind und massive Folgen des Abbaus bestehen, enden die Produkte nach ihrer Nutzung gewöhnlich auf Mülldeponien oder in Müllverbrennungsanlagen, womit der Wert ihrer Bestandteile für immer verloren ist. Eine Alternative zu derzeitigen Produktionsarten bietet das Crad-le to Cradle- Konzept, bei welchem Materialien zu Nährstoffen werden, die sich innerhalb von Kreis-läufen bewegen.

Cradle to Cradle-Entdecker Prof. Dr. Michael Braungart ist es in Zusammenarbeit mit vielen Unter-nehmen gelungen über 600 Alltagsgegenstände so zu modifizieren, dass ihr Verbrauch intelligente Verschwendung darstellt und so eine hohe Qualität besteht. Braungarts Idee fordert damit die Ab-kehr von aktuellen Maßnahmen des Umweltschutzes, die lediglich eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes darstellen und die damit verbundenen Probleme nur zeitlich verzögern.

SIFE Bielefeld bringt die unkonventionellen Denkmuster von C2C an deutsche Hochschulen, denn: Die Studierenden sind die Konsumenten von heute und die gesellschaftlichen Entscheidungsträger von morgen. SIFE Bielefeld vernetzt deshalb unterschiedliche Fachbereiche über das Schnittstellenthema C2C, da es viele Gesellschaftsbereiche betreffen wird.

SIFE Team Wuppertal

Lucid Laundry

lucid laundry ist ein noch junges SIFE-Projekt, das künftig Maßstäbe setzen will. Wir sind hoch motiviert, eine Veränderung voranzutreiben, wie es sie ähnlich in der Lebensmittelindustrie gab: Es geht um ein Umdenken in der Textilbranche, die schon von Anfang an von der Ausbeutung von Mensch und Natur geprägt war.

Mit unseren betriebswirtschaftlichen Kenntnissen beraten wir Unternehmen, die Wert legen auf faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Wertschöpfungskette und auf einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Diese und weitere werden auf einer informativen und ansprechenden homepage gepoolt und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Den Konsumenten zeigen wir, dass es bezahlbare Mode gibt, die nicht für ein schlechtes Gewissen sorgt. Mit einem ausgeklügelten Social-Marketing-Konzept treten wir auch an diejenigen heran, die sich noch nicht mit der Thematik auseinander gesetzt haben.

SIFE Team Wuppertal

Solar Decathlon

Der Solar Decathlon 2010 ist ein vom spanischen Wohnungsbauministerium ausgelobter Wettbewerb an dem 20 Universitäten aus aller Welt teilnehmen, darunter auch die Bergische Universität Wuppertal. Zentrales Thema dieses Wettbewerbs ist die Verbreitung von Wissen über die Thematik der Nachhaltigkeit und vor allem des Knowhows zu erneuerbaren Energiequellen. In diesem Zusammenhang muss von jedem Team ein 74m² großes transportables Haus geplant und gebaut werden. Zu dem soll dieses ausschließlich solarbetriebene Gebäude alle Aspekte der Nachhaltigkeit vereinen. Schließlich wird es in Madrid unter Wettbewerbsbedingungen in 10 Disziplinen (Decathlon) von einer Fachjury bewertet. Bei diesem Projekt handelt es sich um einen interdisziplinären Zusammenschluss der Fachbereiche Architektur, Design, Bauwesen und Wirtschaftswissenschaften. Die Beteiligung des SIFE-Teams besteht in der Unterstützung und Schulung in den Bereichen: Fundraising, Sponsoring, Corporate Identity, Marketing, Projektmanagement, Industrialization und Market Viability.